Wirtschaftliche Überlegungen

Ausschlaggebend für die wirtschaftlichen Aspekte bei der Wahl des Standorts waren die fruchtbaren, ertragreichen Reisfelder in der unmittelbaren Umgebung. Sie ermöglichten die Ernährung einer grossen Bevölkerung in der Stadt und ihrem Einzugsgebiet.

Menam Pasak in Ayutthaya

Ein Teil der regelmässig erwirtschafteten Überschüsse wurde als Vorrat einbehalten, der weitaus grössere Teil jedoch konnte in andere Länder Südostasiens exportiert werden. Zudem machten auch die jedes Jahr während der Regenzeit überfluteten Felder für mehrere Monate die Stadt nahezu uneinnehmbar. Die Lage am Menam Chao Praya erwies sich auch im Hinblick auf den Handel als vorteilhaft.

Der Fluss war ein entscheidender Transportweg für den Binnenhandel und die Nähe zum Meer begünstigte in späteren Zeiten auch den Fernhandel.

Die Gründung Ayutthayas

Nach einer dreijährigen Vorbereitungszeit verlegte Phraya U Thong im Jahr 1350 offiziell seine Residenz von Suphanburi nach Ayutthaya und nahm den Titel Ramathibodi I. an.

Die Stadt wurde damit zur Hauptstadt des "Königreichs von Siam" und erhielt nach einem Namen aus dem indischen Ramayana, "Ayodhya", der Hauptstadt in Ramas legendärem Königreich, den Namen Phra Nakhon Krung Thep Dvaravati Sri Ayutthaya.

Ramathibodi I. hatte die richtige Entscheidung getroffen. Ayutthaya wurde in wenigen Jahren zur vorherrschenden Macht im Becken des Menam Chao Phraya von Sri Satchanalai im Norden bis zur Malaysischen Halbinsel im Süden und im weiteren Verlauf seiner Geschichte zur vorherrschenden Macht in ganz Südostasien.