Dvaravati - Die Reiche der MonDvaravatiIn Nakhon Pathom entstand im frühen sechsten Jahrhundert dann das Reich der Mon, das diesem Zeitabschnitt schliesslich auch seinen Namen gab, das Königreich von Dvaravati, benannt nach dem Sanskritwort für die Stadt Krishnas im indischen Mahabharata Epos. Seine anfangs nur wenig belegte Existenz ist mittlerweile durch Berichte chinesischer Mönche auf ihrem Weg nach Indien, die Aufzeichnungen indischer Missionare, durch Ausgrabungen und durch Münzfunde mehrfach bestätigt worden. Wenngleich das Reich von Dvaravati lediglich ein Gebiet von Petchaburi bis Suphanburi beherrschte, war es von seiner Ausdehnung, mehr aber noch durch seine Kultur das Bedeutendste unter mehreren anderen, lose miteinander verbundenen Mon Königreichen. Sri ThepEines der kleinen Mon Reiche, das etwa vom frühen sechsten bis zu späten neunten
Jahrhundert bestanden hatte, war das Königreich von Sri Thep in der Nähe von Petchabun. Sri Thep war schon lange vor der Übernahme durch die Khmer, welche die Stadt aber vermutlich auch schon zu Beginn des elften Jahrhunderts wieder aufgegeben hatten, sehr stark hinduistisch geprägt, wie zahlreiche Funde im indischen Guptastil belegen. |
CanasaEinige Inschriften berichten über ein Reich mit dem Name Canasa, das in der Hochebene des Khorat im Nordosten
Thailands vom siebten bis zehnten Jahrhundert angesiedelt war. Genauere Angaben über seine Ausdehnung fehlen allerdings. HaripunchaiDas Königreich von Haripunchai, heute Lamphun, im Norden war ein weiteres Zentrum der Mon Kultur. Hier steht auch der Wat Kukut, das wichtigste noch erhaltene Bauwerk der Mon in Thailand. Als einziges Mon Reich, das gegen Übergriffe Dvaravatis und später gegenüber den Khmer seine Unabhängigkeit bewahren konnte, bestand Haripunchai bis ins Jahr 1296. Danach wurde es von König Mengrai erobert und dem Königreich von Lan Na angeschlossen. |