BronzezeitDer Übergang zur SesshaftigkeitIm Gebiet Nordostthailands fand schliesslich der endgültige Übergang zur Sesshaftigkeit
statt. Die Gemeinschaften von Sammlern und Jägern veränderten sich mit dem Aufkommen des Ackerbaus. Bereits um 4.000 v.Chr. wurde hier mit dem Reisanbau begonnen, zu einer Zeit, als in China noch der Anbau und Verbrauch von Hirse vorherrschte, wenn auch die früheste Kultivierung von Trockenreis im Tal des Yangtse Kiang um 6.000 v.Chr. datiert wird. Die Gemeinschaften der BronzezeitSchon von der ausgehenden Jungsteinzeit an begannen die Menschen jener Tage, Siedlungen in der Nähe natürlicher Wasserquellen in den grösstenteils noch dichten Waldgebieten zu errichten. Um Ackerbauflächen und Wohnraum zu gewinnen, wurde bereits damals mit der Rodung kleinerer Waldgebiete begonnen. Der Reisanbau wurde dann - nahezu unverändert bis heute mit domestizierten Büffeln - auf kleinen, bewässerten Parzellen betrieben. Ebensowenig verändert blieb bis in die Neuzeit die Bauweise der auf Stelzen gestellten Holzhäuser. |
Das Leben der bronzezeitlichen Ackerbauer und ViehzüchterDer bronzezeitliche Mensch lebte in auf Stelzen gestellten Häusern aus Holz und bearbeitete das Land, das er dem Wald durch Rodung abgewonnen hatte. Die Anbauflächen für Reis wurden schon damals aufwendig mit einem sorgfältig ausgewogenen System künstlich bewässert und mit Hilfe gezähmter Büffel gepflügt. Zusätzlich zum Ackerbau und der Haltung von Kleinvieh waren die Jagd und Fischerei seine weiteren Nahrungsquellen. Schleuder, Pfeil und Speer waren ihm bekannt, ebenso der Angelhaken und die Axt. Seine Kleidung bestand aus gewobenen und gefärbten Naturfasern.
Wahrscheinlich benutzte er auch kleine Handwalzen zum Bedrucken der Stoffe mit einfachen Mustern. Als Schmuck dienten ihm Ketten aus Glas und Halbedelsteinen, er fertigte reich verzierte Spangen und Armreife aus Bronze an und trug Amulette aus Keramik. Er glaubte fest an ein Leben nach dem Tod und bestattete seine Toten in der Erde mit verschiedensten Grabbeigaben, Gegenständen aus dem Besitz des Verstorbenen, die vermutlich seinen Rang und seine Bedeutung zum Ausdruck bringen sollten sowie Gefässen mit Nahrung. |