Die Frühgeschichte Thailands
Die Herkunft der Thais
Das Fehlen frühzeitlicher, schriftlicher Aufzeichnungen macht die genaue Herkunftsbestimmung bei asiatischen Völkern niemals einfach. Dies trifft im Besonderen auf Thailand zu. Der Streitpunkt liegt hier in der Frage, ob und wieweit die heutigen Thais als prototypische Rasse zu verstehen sind, die schon seit dem Neolithikum dieses Gebiet bewohnt hat oder ob sie vorwiegend durch Kultureinflüsse von ausserhalb geprägt wurden.
Systematische archäologische Untersuchungen sowie eine Vielzahl neuer, spektakulärer Funde relativieren und widerlegen mittlerweile die noch vor kurzer
Zeit bestehende Theorie, dass die Thais aus den Stammesgruppen hervorgingen, die von den Gebieten des nordwestlichen Szechuan in China langsam nach Süden in das jetzige Staatsgebiet abwanderten. Neuere archäologisch linguistische Forschungsergebnisse zeigen jetzt klar Abwanderungen in beide Richtungen auf.
Die Umweltbedingungen der Frühzeit
Bis in die Neuzeit hinein boten die günstigen klimatischen Verhältnisse und im Übermass vorhandene natürliche
Ressourcen, weiträumige Gebiete mit fruchtbarem Land, wildreiche, dichte, tropische Dschungelgebiete und ausgiebige Bodenschätze einen starken Anreiz für Einwanderer.
Ein weiterer Faktor war schon zu allen Zeiten die hervorragende Lage für Handelsbeziehungen, die - im kleinen Umfang unter anfangs noch verstreut lebenden Gemeinschaften entlang der Flüsse, später dann auch weit überland und entlang der Küstenverbindungen auf dem Seeweg, zu einen wechselseitigen Austausch von Gütern und gegenseitigen Beeinflussungen der Kulturen führten.
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