KhmerFunanIn den fruchtbaren Gebieten am Unterlauf des Ton Le Sap und am Mekong entstand entlang der Ost-West-Handelsroute von Indien nach China am Anfang des ersten Jahrhunderts das Reich von Funan. Entlang dieser Handelsroute begann dann auch die Verbreitung indischen Kulturguts. Indische Händler vermischten sich mit der Bevölkerung, die aus Einheimischen und Zuwanderern aus dem südlichen China, Indonesien und der Malayischen Halbinsel bestand. Missionare führten den Brahmanismus und Mahayana Buddhismus ein. Aus dieser Verschmelzung der indischen Einflüsse mit der vorhandenen Kultur entstand dann Funan, das erste kambodschanische Reich. Hinduistische Elemente prägten dabei die an den indischen Guptastil angelehnte Architektur und Kunst. Sogar eine eigene Schrift wurde nach indischen Vorbildern geschaffen. Ähnlich wie in Srivijaya und im Gegensatz zu Dvaravati setzte sich in Funan der Mahayana Buddhismus neben dem Hinduismus durch. |
Aufzeichnungen aus dieser Zeit bestätigen auch einen regen Handel mit
den Mon Reichen in Thailand. Auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung beherrschte Funan nahezu das gesamte Gebiet des heutigen Vietnam und weite Teile der Malayischen Halbinsel. |