Lan Na
Der Norden Thailands
Das weite, mit dichtem Dschungel bewachsene Bergland im Norden entwickelte sich eine lange Zeit unabhängig vom übrigen Thailand.
Die ersten Siedlungen waren auch hier schon in der Steinzeit angelegt worden. Im Verlauf der weiteren Geschichte wanderten vor allem Stämme der Lawa in diese Gebiete ein und beeinflussten die bestehende mit ihrer animistischen Kultur. Die Lawa wurden ihrerseits dann von den Mon aus den fruchtbaren Tälern in die bergigen Regionen und nach Burma, in das heutige Myanmar abgedrängt.
Im 11. Jahrhundert gehörte der Norden Thailands zum Reich des burmesischen Königs Anawradha in Pagan oder war ihm tributpflichtig. Die Mon errichteten anfang des 7. Jahrhunderts in Haripunchai, dem heutigen Lamphun, ein bedeutendes Königreich.
Lan Na
In der Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden dann, beinahe zeitgleich mit der Gründung Sukhothais, das als erstes Königreich von Thailand gilt, im Norden zwei weitere Reiche, Lan Na unter König Mengrai und der Hauptstadt Chiang Mai und das Königreich von Phayao unter Ngam Muang.
Das Königreich von Lan Na - der vollständige Name "A Nachak Lan Na Thai" bedeutet "Land der Tausend Reisfelder" - konnte bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts seine Unabhängigkeit bewahren, dann wurde es von Burma erobert.
Unter dem burmesischen Einfluss bildete sich in den darauffolgenden Jahrhunderten eine Kultur heraus, die ganz andere Züge trägt als die des restlichen Thailands.
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