Putschversuche

Als Prem Tinsulanonda daraufhin mit der vorsichtigen Wiedereinführung demokratischer Freiheiten begann, hatte er schliesslich auch das Vertrauen des Königshauses gewonnen.

Menam Chao Phraya in Bangkok

Am 1. April 1981 kam es dann unter General San Chipatima und einer Gruppe junger Offiziere, die unter der Bezeichnung "Young Turks" oder "Class 7" bekannt wurden, zu einem Staatsstreich.

Interessanterweise bestand gerade ihr Anspruch in der Behauptung, die Demokratie wieder einführen und die Regierung der Armee beenden zu wollen. König Bhumipol verweigerte den Putschisten jedoch seine Unterstützung.

Prem Tinsulanonda konnte daraufhin mit loyalen Verbänden der Armee am 3. April 1981 in Bangkok ihre Kapitulation erzwingen. General San Chipatima und seine Mitverschwörer mussten ins Ausland flüchten.

Am 18. April 1983 wurde Prem Tinsulanonda erneut Premierminister, allerdings diesmal in einer Koalitionsregierung mit einer stärkeren Beteiligung des Militärs.

Dennoch gelang es ihm, den bisherigen Kurs seiner Regierung weitgehend beizubehalten.

Prem Tinsulanonda konnte dank seines starken Rückhalts in der Bevölkerung und im Königshaus auch einen zweiten Putschversuch am 9. September 1985 nach zehnstündigen heftigen Gefechten mit den Verschwörern in Bangkok unbeschadet überstehen.

Im Februar 1988 wurden auch die aussenpolitischen Auseinandersetzungen in den Grenzgebieten mit Kambodscha nach einem Waffenstillstandsabkommen beendet.

Bei den vorgezogenen Neuwahlen im Jahr 1988 verzichtete Prem Tinsulanonda freiwillig auf eine weitere Kandidatur.