Prathet ThaiMachtkämpfeIm Jahr 1933 kam es innerhalb der Regierung zu heftigen Auseinandersetzungen über die Wirtschaftspolitik von Pridi Panomyong, einem weitgehend linksgerichteten Anwalt, der in Frankreich studiert hatte und der ehemalige Initiator des Staatsstreichs war. Pridi Panomyong war mittlerweile zum Sprecher der Intellektuellen geworden, die sich in der zivilen Fraktion des Parlaments zusammengefunden hatten. Sein Widersacher war Feldmarschall Phibul Songkhram, ein ehrgeiziger junger Offizier, der die vorwiegend von Angehörigen der Armee besetzte militärische Fraktion vertrat. Pridi Panomyong wurde gezwungen, vorübergehend ins Exil zu gehen, konnte allerdings im Jahr darauf schon wieder zurückkehren. |
Im Jahr 1938 trat Premierminister Phraya Manopakorn Nititada, der sich nicht
länger gegen den Druck der militärischen Fraktion halten konnte, zurück und übergab das Amt an Phibul Songkhram. Seither wurde Thailand, abgesehen von kurzen Zeiten ziviler Regierungen, bis zum Beginn der neunziger Jahre überwiegend von Militärdiktaturen beherrscht. Von 1932 bis 1992 fanden insgesamt 19 zum Teil friedliche, zum Teil aber auch äusserst blutige Staatsstreiche und Putschversuche statt, die das Land schwer erschütterten. |