Antikommunismus

Innenpolitisch führte dieser strikte Antikommunismus zu denselben Entartungen wie in Deutschland und in Amerika.

Löwe im Wat Phra Khaew in Nong Khai

Besonders zu leiden hatten unter dieser Entwicklung die zum Teil schon seit Jahrhunderten ansässigen chinesischen Minderheiten.

Aus Angst vor Unterwanderungsversuchen wurden sogar ihre Schulen, Kindergärten und andere Kultureinrichtungen überwacht.

Überraschenderweise versuchte ab 1955 nach einer ausgedehnten Reise durch die USA und Grossbritannien gerade Phibul Songkhram selbst, langsam wieder zu einer demokratischen Normalität zurückzufinden.

Das Parteienverbot wurde aufgehoben, die Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit wurden in begrenztem Umfang wieder zugelassen, die Verfolgung der chinesischen Minderheit wurde eingestellt und Neuwahlen angekündigt.

Trotz eines selbst für die damaligen thailändischen Verhältnisse ungewöhnlich korrupten und manipulierten Wahlvorgangs erzielte Phibul Songkhram jedoch nur eine geringe Mehrheit.

Im September 1957 wurde er dann von General Sarit Thanarat in einem unblutigen Staatsstreich gestürzt.

Phibul Songkhram verliess daraufhin Thailand und ging zuerst nach Amerika, später lebte er eine Zeitlang als buddhistischer Mönch in Indien.

Phibul Songkhram starb im Jahr 1964 in seinem Exil in Japan.