Prathet ThaiPhibul SongkhramDie ersten Jahre des neuen konstitutionellen Königreichs von Thailand waren begleitet von innerer Instabilität und Experimenten mit der neuen Verfassung. Dies führte schliesslich im Jahr 1938 zur endgültigen Machtübernahme durch die militärische Fraktion des Parlaments unter Phibul Songkhram. Phibul begründete mit seiner Pan Thai Doktrin einen neuen Nationalismus, der sich bald im ganzen Land und auch in der Aussenpolitik bemerkbar machen sollte. In einer grossangelegten Kampagne zur Zivilisierung wurde die Verwestlichung der Bevölkerung mit Nachdruck betrieben. Westliche Lebensgewohnheiten und ein europäisches Aussehen in der Bekleidung wurden zur Pflicht erhoben. |
Das Tragen des traditionellen Sarong, Barfussgehen, Betelnusskauen und
andere, bislang als äusserliche Wesenszüge des thailändischen Alltagslebens und der thailändischen Gesellschaft verstandene Gegebenheiten wurden, wie bereits im Jahr 1934 die Polygamie, damals ein heftig umstrittenes Gesetz, untersagt. Am 14. Juni 1939 liess Phibul den Landesnamen Siam in Thailand ändern. Der offizielle Name des Königreichs lautete jetzt "Prathet Thai", das "Land der Freien". |