Rattanakosin
Reformen
Zu den wenigen, bemerkenswerten aussenpolitischen Ereignissen während der Herrschaft Rama II. gehört neben einem Ausbau der Handelsbeziehungen mit China die Beendigung der selbstauferlegten Isolation.
Im Jahr 1818 nahm Rama II. nach einer vorsichtigen Kontaktaufnahme mit den Engländern und der Genehmigung zur Einrichtung einer portugiesischen Botschaft und Handelsniederlassung in Bangkok die ersten Beziehungen zum Westen wieder auf.
Seine wichtigsten Verdienste als Herrscher erlangte Rama II. allerdings in seiner Innenpolitik.
Die Regierungszeit Rama II. verlief sehr friedlich und so konnte er sich fast ausschliesslich auf den weiteren Aufbau des Landes, Reformen in der Verwaltung, eine Bodenreform, vor allem jedoch auf die Kultur und Religion konzentrieren.
Rama II. besetzte die zentralen Stellen des Verwaltungsapparats des Landes mit verdienten Angehörigen des Adels und der königlichen Familie.
Eine genaue Aufzeichnung und Vermessung des Landes wurde im Zusammenhang mit der Bodenreform durchgeführt, um zukünftig eine Rechtssicherheit bei den Besitzverhältnissen zu gewährleisten und um das Brachliegen nichtbewirtschafteter Flächen zu verhindern.
Diese Massnahmen wurden mit grosser Sorgfalt und Nachdruck durchgeführt und hatten eine nachhaltige, langfristige Steigerung in der landwirtschaftlichen Produktion zur Folge.
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