RattanakosinChao Phraya Taksin (1767-1782)Im Jahr 1767 war Ayutthaya von den Burmesen vollständig zerstört worden. Trotz dieser vernichtenden Niederlage für das Königreich von Siam konnten die Burmesen jedoch ihre Herrschaft über Thailand nicht lange aufrechterhalten. Dem halbchinesischen ehemaligen Gouverneur der Provinz Tak im Nordwesten des Königreichs von Siam, Taksin, einem General von König Ekatat, war es während der Belagerung Ayutthayas gelungen, mit einer kleinen Truppe die burmesischen Linien zu durchbrechen und sich nach Chanthaburi abzusetzen. Taksin wusste, dass Ayutthaya nicht mehr zu halten war. Die zu dieser Zeit herrschende Dynastie war abgewirtschaftet und zu sehr von ständigen internen Streitigkeiten und Intrigen zersetzt, so dass auch von dieser Seite nichts mehr zu erwarten war. |
Taksin und viele seiner Anhänger hatten hingegen viel verloren und nun
dementsprechend viel wiederzugewinnen. Ein Teil ihrer Motivation beruhte zweifelsohne auf ehrlichem Patriotismus, der andere Teil, Taksin hatte zuvor das Reismonopol besessen, indes sicher in der Hoffnung, den verlorenen Besitzstand wiederzuerlangen. Gegen den Widerstand des Gouverneurs von Chanthaburi zog Taksin in nur sieben Monaten eine schlagkräftige Truppe aus den verstreuten Resten der besiegten siamesischen Armee und eine kleine Flotte zusammen und segelte nach Ayutthaya. Grenzkonflikte mit China in den nördlichen Provinzen Burmas hatten inzwischen König Hsingbyoushin gezwungen, einen Teil der in Thailand verbliebenen Besatzungstruppen abzuziehen. So gelang es Taksin in kurzer Zeit, Ayutthaya zurückzuerobern. |