RattanakosinTaksins EndeTaksin selbst nahm ein tragisches Ende. Taksins Persönlichkeit war den enormen Anstrengungen, die er auf sich genommen hatte, auf Dauer nicht gewachsen. In den letzten Jahren seines Lebens entwickelte er sich von einem nüchtern denkenden, überlegt planenden und gerechten Herrscher nach und nach zu einem dem Wahn verfallenen Tyrannen. Er war immer mehr davon überzeugt, der Bodhisattva, die Inkarnation des kommenden Buddha, zu sein, vernachlässigte die Regierungsgeschäfte und verbrachte die Tage zurückgezogen in Meditation. Gleichzeitig liess er alle Mönche, die ihm nicht zu Willen waren, verprügeln und zur Verrichtung niederer Arbeiten zwingen. Diese Anwandlungen wechselten mit Phasen eines zwanghaften Verfolgungswahns, während der er sogar seine Frau, seine Söhne und andere Angehörige, aber auch hohe Beamte des Hofes gefangennehmen und von ihnen Geständnisse erzwingen liess über angeblich begangene Verfehlungen und Verbrechen. |
Als sich die Ereignisse im Frühjahr 1782 dramatisch zuspitzten und Taksins
Ausbrüche zu einer ernsthaften Bedrohung geworden waren, kam es unter der Führung von Phraya San, einem Beamten des Hofes, zu einem Aufstand verschiedener Minister und Generäle, bei dem Taksin gezwungen wurde, abzudanken und sich in ein Kloster zurückzuziehen. Phraya San übergab daraufhin den Thron unter der Zustimmung aller Beteiligten General Chao Phraya Chakri, der gerade von einem siegreichen Feldzug aus Kambodscha zurückkommen war. Am 6. April 1782 wurde Chao Phraya Chakri, Begründer der bis heute herrschenden Chakri Dynastie zum Herrscher des Königreichs von Siam gekrönt. Taksin wurde entsprechend der Sitte, dass kein Blut eines Königs die Erde berühren durfte, hingerichtet, indem er, eingenäht in einen seidenen Sack mit Knüppeln aus Sandelholz langsam zu Tode geprügelt wurde. Seine unbestreitbaren Verdienste hingegen wurden niemals vergessen. Taksin erhielt als einer der wenigen Könige in der Geschichte Thailands den ehrenvollen Beinamen "Taksin der Grosse". |