RattanakosinThonburiTaksin erkannte nach seinem Sieg, dass Ayutthaya als Hauptstadt auf Dauer nicht mehr wiederzubeleben war. Die geplünderte Stadt war vollständig zerstört worden von den burmesischen Truppen. Ausserdem lag sie wegen der alljährlichen Schwemmlandablagerungen des Menam Chao Phraya mittlerweile etwas zu weit abseits der internationalen Handelswege und vom strategischen Standpunkt aus betrachtet, zu nahe an Burma. Daher verlegte Taksin die Hauptstadt von Ayutthaya in das weiter flussabwärts am Menam Chao Phraya gelegene Thonburi. Bereits während der ersten Auseinandersetzungen mit Burma in der Regierungszeit Chai Rajas war hier in der Nähe des ehemaligen Fischerdorfs ein Kanal gegraben worden, um dem Schiffsverkehr das Umfahren einer langen Flussschleife zu ersparen. |
Später entstand dann während der Herrschaft König Narais ein stark befestigtes Fort der französischen
Garnison, die auf Betreiben Konstantin Phaulkons im Jahr 1687 nach Thailand gekommen war und das von Narais Nachfolger Phra Phetracha erobert wurde. Gegenüber der noch unbedeutenden Handelsstation Bangkok, der aus den beiden Wörtern Ban und Kok zusammengesetzte Name bedeutet sinngemäss "Dorf bei den Olivenhainen", einer anderen Übersetzung nach könnte es sich auch um Pflaumen gehandelt haben, gründete Taksin am westlichen Ufer des Menam Chao Phraya die neue Hauptstadt des Königreichs von Siam und liess sich anschliessend zum König krönen. |