SukhothaiDer Niedergang des KhmerreichesNach dem Tod von Jayavarman VII. im Jahr 1220 begann das Reich der Khmer unter seinen unfähigen Nachfolgern auseinanderzufallen. Streitigkeiten und gravierende wirtschaftliche und innenpolitische Fehlentscheidungen führten bald zu ernsthaften Krisen und zu anhaltenden Versorgungsschwierigkeiten für die Bevölkerung aufgrund der Vernachlässigung der Bewässerungssysteme und dem daraus folgenden Rückgang der Ernteerträge. Dadurch kam der Aussenpolitik in diesen entscheidenden Jahren nicht die erforderliche Aufmerksamkeit zu, mit der unter Umständen die kommenden Entwicklungen noch abwendbar gewesen wären. |
Kublai KhanDie Mongolen unter Kublai Khan hatten erfolgreich begonnen, den Süden Chinas
zu erobern. Im Jahr 1253 besetzten sie das bis dahin unabhängige Königreich Nanchao im heutigen Yünnan sowie einen Teil des heutigen Myanmar und setzten damit grosse Flüchtlingsströme in den Süden frei. Um der Gefahr einer mongolischen Invasion ernsthaft begegnen zu können, waren Zusammenschlüsse und Bündnisse unter den verschiedenen kleinen und grösseren unabhängigen Fürstentümern und Königreichen im Norden Thailands und den im Anfangsstadium des Auflösungszustands befindlichen Provinzen der Khmer unausweichlich. |