SukhothaiDas Königtum SukhothaisZu den wichtigsten innenpolitischen Unternehmungen Ramkamhaengs gehörten die schriftliche Abfassung eines Gesetzescodex, der auf den früheren traditionellen Regelungen, jedoch nun unter Einbeziehung der Rechtsvorstellungen des Theravada Buddhismus beruhte und die Abschaffung der Sklaverei. Ramkamhaengs Bestreben, dem buddhistischen Ideal und den Anforderungen eines Dhammaraja gerecht zu werden, eines guten und gerechten Herrschers, führten schliesslich auch zu der von ihm gewünschten Einigung aller Thais unter dem Theravada Buddhismus als Staatsreligion. |
Die Könige von Sukhothai waren ernsthaft bemüht, den Menschen
entsprechend der buddhistischen Grundsätze des Theravada zu einer Moral aus der Vernunft heraus zu erziehen. Weder Ramkamhaeng, noch einer seiner Nachfolger, regierte als absolute Herrscher oder gar als göttlicher König wie bei den Khmer. Im Gegenteil gewährte der Staat seinen Bürgern ausser einer kaum spürbaren Steuerbelastung sogar weitgehende, einklagbare Freiheiten und Rechte. Wie tief dieses Verständnis von Gemeinschaft und Königtum sich auf die Menschen in Thailand eingeprägt und über die Jahrhunderte erhalten hat, ist auch heute noch zu erkennen, wenn man das Verhältnis der Thailänder zu ihrem Königshaus betrachtet. |