Kultur
Eine langanhaltende Zeit der Stabilität, des Wohlstands und des inneren Friedens im Reich von Sukhothai ermöglichte schliesslich die Entstehung einer neuen Kultur.
In einer einzigartigen Weise gelang es, vorwiegend aus den unterschiedlichen, vorhandenen Elementen der Khmer und Dvaravatis zusammen mit neuen Einflüssen aus Ceylon und China, einen unverwechselbaren, eigenständigen Stil zu schaffen.
Architektur und Skulptur
Unter der Herrschaft Ramkamhaengs entstanden unzählige Klöster für den neuen Theravada Buddhismus. Deutlich ist der Einfluss Ceylons hier an der neuen glockenförmigen Bauweise des mit einem lotosknospenförmigen Aufsatz versehenen Chedis zu erkennen.
Singhalesische Künstler, die Ramkamhaengs Einladung gefolgt waren, schufen später zusammen mit einheimischen Künstlern auch einen neuen Typus der Buddhadarstellung in der Skulptur. Das vermutlich bekannteste Beispiel hierfür ist der "Schreitende Buddha".
Sawankhalok Keramik
Nachdem es Ramkamhaeng gelungen war, diplomatischen Beziehungen mit China aufzubauen, kamen im Zuge der weiteren Abkommen auf seine Einladung hin chinesische Handwerker nach Sukhothai.
Unter ihrer Anleitung entstanden zahlreiche Manufakturen, in denen anfangs in Sukhothai, wegen des besseren Tons später dann in Sri Satchanalai, die berühmte seidenartig schimmernde, graue Sawankhalok Keramik hergestellt wurde.
Die Sawankhalok Keramik wurde bald zu einem der wichtigsten Handelsgüter des Königreichs von Sukhothai. Überreste verschiedener Brennöfen sind heute in den Ruinenstädten von Sukhothai und Sri Satchanalai zu sehen.
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