Der Buddhismus kennt dabei allerdings nicht die Askese, die im Hinduismus praktiziert wird und vor allem in Form von

Phra Buddha Jinarat in Phitsanulok

absolutem Entsagen und Selbstpeinigung auftritt. Askese wird vorwiegend als Enthaltung von all jenen Dingen betrachtet, die den Weg zur Erlösung verhindern.

Von den entscheidenden Geboten und Verboten für den gläubigen Buddhisten sind die ersten fünf sowohl für den Laien, als auch für den Mönch bindend, die weiteren sind ausschliesslich für den Mönch verpflichtend.

Die wichtigen Gebote sind, keinem Lebewesen ein Leid zuzufügen, nichts zu nehmen, was einem nicht gegeben wird, sich eines unsittlichen Lebenswandels zu enthalten, nicht zu lügen und keine berauschenden Mittel zu sich zu nehmen.

Die buddhistische Ethik hat ausserdem eine universelle Gültigkeit und bezieht sich weder allein auf die Angehörigen einer bestimmten Kaste, noch auf den Menschen allein, da nach ihrer Anschauung alles dem Werden und Vergehen unterworfen ist.

Aus diesem Grund unterscheidet sie auch nicht zwischen Gut und Böse im Sinne von absoluten Gegensätzen, sondern betrachtet das Gute als dem Weg zur Erlösung dienliche und das Böse als dabei hinderliche Gegebenheiten.