ReligionMuslime in ThailandMit einem Anteil von knappen 4 % stellen die Muslime, zum überwiegenden Teil Sunniten, nur ein Prozent unter ihnen sind Schiiten, an der Gesamtbevölkerung gemessen, nur einen kleine, aber keineswegs unbedeutende Minderheit dar. Muslime leben vorwiegend im Südwesten Thailands, in den Provinzen Pattani, Yala, Narathiwat und Satun, ehemals malaysische Sultanate, die von den Thais zu Beginn der Rattanakosin Ära erobert wurden. Viele Muslime sind daher malayischer Abstammung. Nachdem es aufgrund muslimischer Separationsbewegungen im Südwesten Thailands in der Vergangenheit immer wieder zu Unruhen und Aufständen gekommen war, erfolgte in neuerer Zeit ein Umdenken in der Regierung und in der Bevölkerung. So wurden ihnen Sonderrechte eingeräumt und die Provinzen erhielten zusätzliche finanzielle Unterstützungen. Dabei erwarb sich vor allem der thailändische König Bhumipol den Respekt der Bevölkerung. Er finanzierte unter anderem aus seiner eigenen Schatulle eine Übersetzung des Koran in die thailändische Sprache und setzte sich für den Bau einer Universität in Pattani ein. |
Heute kümmert sich die thailändische Regierung mit finanziellen Hilfen um den
Bau und Erhalt von Moscheen und Beamten wird die bezahlte Teilnahme am Freitagsgottesdienst gestattet. Die Einhaltung der muslimischen Feiertage ist nun gesetzlich geregelt worden und die im Staatsdienst Beschäftigten werden einmalig für eine Hadj nach Mekka für vier Monate bei vollen Bezügen vom Dienst befreit. |